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2006-07-03 10:15:15
Brand Hijacking
"Brand-Hijacking" auf Suchmaschinen wie Google oder Yahoo ist laut
einer britischen Studie weit verbreitet. Firmen buchen bei
Suchmaschinen-Werbekampagnen die Markennamen ihrer Mitbewerber, um
Internetsurfer auf die eigene Website zu führen. Die Studie der
Internet-Unternehmensberatung Nucleus
hat 124 Unternehmen im Tourismusbereich untersucht, da in dieser
Branche Online-Marketing massiv eingesetzt wird und dort
Brand-Hijacking besonders oft vorkommt, wie der Guardian berichtet.
59 Prozent der in der
Studie untersuchten Unternehmen wurden durch andere Marken "abgefangen". 23
Prozent der Unternehmen wenden selbst diese Taktik an. Seit dem Vorjahr seien
die Brand-Hijacking-Fälle um 245 Prozent gestiegen, zeigt die Studie.
In den USA hat dies bereits zu Klagen gegen Google geführt, die allerdings abgewiesen wurden.
Beanstandet wurde, dass Google Unternehmen nicht daran hindert,
registrierte Markennamen ihrer Konkurrenten als Suchmaschinen-Keywords zu buchen.
Google AdWords gibt Unternehmen mit geschützten Markennamen seit
einiger Zeit die Möglichkeit, Konkurrenten daran zu hindern, die
Marke als Keyword zu buchen oder in den Werbetext aufzunehmen.
Allerdings müssen die Marken-Inhaber der geschützten Marke Google ausdrücklich
dazu auffordern, dies zu tun. Diese Änderungen in den
Geschäftsbedingungen wurden vor einem Jahr getätigt, als Luis Vuitton
Google klagte, da Werbeanzeigen von Konkurrenten eingeblendet wurden.
Gerade jetzt bestätigte ein Berufungsgericht das Vuitton-Urteil aus dem
Vorjahr und Google muss nun 300.000 Euro Strafe zahlen.
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