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2006-07-03 10:15:15   AddThis Social Bookmark Button AddThis Feed Button
Christoph Pichler
Christoph Pichler

Brand Hijacking

"Brand-Hijacking" auf Suchmaschinen wie Google oder Yahoo ist laut einer britischen Studie weit verbreitet. Firmen buchen bei Suchmaschinen-Werbekampagnen die Markennamen ihrer Mitbewerber, um Internetsurfer auf die eigene Website zu führen. Die Studie der Internet-Unternehmensberatung Nucleus  hat 124 Unternehmen im Tourismusbereich untersucht, da in dieser Branche Online-Marketing massiv eingesetzt wird und dort Brand-Hijacking besonders oft vorkommt, wie der Guardian berichtet.
59 Prozent der in der Studie untersuchten Unternehmen wurden durch andere Marken "abgefangen". 23 Prozent der Unternehmen wenden selbst diese Taktik an. Seit dem Vorjahr seien die Brand-Hijacking-Fälle um 245 Prozent gestiegen, zeigt die Studie.
In den USA hat dies bereits zu Klagen gegen Google geführt, die allerdings abgewiesen wurden. Beanstandet wurde, dass Google Unternehmen nicht daran hindert, registrierte Markennamen ihrer Konkurrenten als Suchmaschinen-Keywords zu buchen.
Google AdWords gibt Unternehmen mit geschützten Markennamen seit einiger Zeit die Möglichkeit, Konkurrenten daran zu hindern, die Marke als Keyword zu buchen oder in den Werbetext aufzunehmen. Allerdings müssen die Marken-Inhaber der geschützten Marke Google ausdrücklich dazu auffordern, dies zu tun. Diese Änderungen in den Geschäftsbedingungen wurden vor einem Jahr getätigt, als Luis Vuitton Google klagte, da Werbeanzeigen von Konkurrenten eingeblendet wurden. Gerade jetzt bestätigte ein Berufungsgericht das Vuitton-Urteil aus dem Vorjahr und Google muss nun 300.000 Euro Strafe zahlen.




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