2007-01-12 17:06:05
Britische Zeitungen buchen Google AdWords
Britische Zeitungen buchen Google AdWords
In Großbritannien liefern sich die Tageszeitungen einen Kampf um die beste Google-Präsenz, berichtet das Wall Street Journal. Tageszeitungen schalten Google AdWords und liefern einander einen Kampf um die besten aktuellen News-Suchbegriffe, um ganz oben neben den Suchergebnissen zu landen und die Aufmerksamkeit der User auf sich zu ziehen. Der Daily Telegraph beispielsweise buchte den Begriff "North Korea Nuclear Test", nachdem das Land mit Atomtests Schlagzeilen gemacht hatte, berichtet das Wall Street Journal.
Um das Geschäft anzukurbeln und die Bekanntheit zu steigern, schneidern viele Printmedien ihre Berichte mittlerweile so zu, dass sie auf der Google News-Seite Beachtung finden. In manchen Redaktionen werden die Journalisten gar darauf geschult, ihre Artikel möglichst so zu formulieren, dass sie in den Google-Suchergebnissen an vorderster Stelle erscheinen.
Mit dem Kampf um die besten Google-Plätze wollen die Zeitungen einerseits ihren Erfolg bei britischen Lesern steigern und andererseits die Aufmerksamkeit von Lesern in den USA auf sich ziehen. Letztere sind nämlich regelmäßige Besucher britischer Onlinezeitungen. Von insgesamt 13,8 Mio. Onlinelesern des Guardian sind zum Beispiel rund fünf Mio. in den USA beheimatet. Und ebenso der Telegraph findet gut ein Drittel seiner Onlinenutzer in den USA.
Für den Kauf eines Suchbegriffs investieren die Tageszeitungen bei Google im Schnitt 19 US-Cent pro Click. Die Preise können je nach Nachfrage aber auch bis zu 2 Dollar betragen. Zwar versuchen die konkurrierenden Blätter auch auf anderen Suchmaschinen Begriffe zu buchen, Google ist aber aufgrund seiner Popularität mit Abstand die wichtigste Plattform für sie.
In Österreich wird diese Möglichkeit noch nicht genutzt, aber immerhin erscheint bei der Google-Suche nach "Österreich-Zeitung" eine AdWords-Werbung vom Standard.