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2006-05-24 10:12:45
Clicksettlement: Click-Fraud Sammelklage gegen Google
Ein eMail von "Clicksettlement", das in der Zeit 20.- 23.5.2006 an
AdWords-Accounts versendet wurde und das man im ersten Moment gleich
mal als Spam
oder Phishing kategorisieren würde, sorgt nun bei Google AdWords-Kunden
für
Aufregung und Verwirrung. Es scheint sich aber tatsächlich auf einen
gerichtlichen
Vergleich zu beziehen, den Google mit Firmen abschliessen will, die Click-Fraud bei Google AdWords vermuten oder festgestellt haben.
Hier der deutschsprachige Text des Mails:
Important Legal Notice Regarding Your Google AdWords Account -
Absender: Clicksettlement - clicksettlement@xmr3.com:
"Diese gerichtlich angeordnete Mitteilung kann Ihre Rechte als Käufer
berühren. Bitte sorgfältig durchlesen. Wenn Sie in der Zeit vom 1.
Januar 2002 bis heute Online-Werbung von Google gekauft haben, sind Sie
Partei einer beim Circuit Court of Miller County (US-Gericht), im
US-Bundesstaat Arkansas anhängig gemachten Sammelklage. Mit dieser
Mitteilung werden Sie von der Entscheidung des Gerichts bezüglich der
Annahme einer Klägergruppe im Sinne einer Sammelklage, über die Art der
geltend gemachten Ansprüche, über Ihr Recht, der Sammelklage als Partei
beizutreten bzw. auf einen Beitritt zu verzichten, über
Vergleichsangebote zur Beilegung des Rechtsstreits und über die Art und
Weise, wie Sie auf Grund eines Vergleichs gerichtlich zuerkannte
Werbegutschriften beanspruchen können."
Im Google-Inside-AdWords-Blog
gibt es dazu ein Statement von Nicole Wong, Associate General Counsel
bei Google, das die Umstände erklärt und rät, das Clicksettlement-eMail zu lesen...
Angeblich soll Google nicht genügend Maßnahmen gegen Klickbetrug (Click-Fraud)
ergriffen haben. Google will nun mit den Klägern einen Vergleich
schliessen und will ca. 90 Millionen US-$ in Form von Adwords-Gutschriften
auszahlen. Die Benachrichtigung via eMail oder via einer Webseite im Auftrag des zuständigen Gerichtes ist
in solchen Fällen üblich. Wenn man meint, von Klick-Betrug bei Adwords
betroffen gewesen zu sein, kann man auf www.clicksettlement.com seinen
Anspruch einreichen oder sich davon zurückziehen (Opt-Out), um seine
Rechte für zukünftige Ansprüche bzw. eine eigene Click-Fraud-Klage zu
wahren.
Es werden - wenn überhaupt - wohl maximal ein paar Prozent oder Promille der bisher gezahlten
Werbekosten in Form von AdWords-Gutschriften rückerstattet werden (denn 90 Millionen Dollar sind bei den
rund 7 Millarden UD-$, die Google allein 2005 mit Adwords-Werbung eingenommen hat, nicht sehr viel).
Mehr zum Google-Clicksettlement-Fall auch im Expertenforum von Searchenginewatch.com
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