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2006-02-07 09:17:30
Google-Bann für BMW
Um bei der Google-Trefferliste ganz oben zu landen, tun Unternehmen
inzwischen so einiges an Suchmaschinen-Optimierung. Einige Seiten von
BMW hat Google deshalb jetzt (kurzfristig) aus dem Suchmaschinen-Index verbannt.
Es sei versucht worden, Suchergebnisse zu Gunsten der Seiten von BMW.de
zu manipulieren, schreibt Google-Insider Matt Cutts auf seiner Seite.
Ein Teil der von Google beanstandeten Seiten sei bereits entfernt
worden, erklärt Cutts. Da die Suchergebnisse von Google nach "Relevanz"
sortiert werden, also zum Beispiel danach, wie häufig ein Suchbegriff
auf einer Internetseite vorkommt, gibt es verschiedene Möglichkeiten,
die Treffer zu beinflussen. Einige davon werden von Google als
Regelverstoß betrachtet, in solchen Fällen werden die betreffenden
Seiten bestraft und vorübergehend aus dem Suchindex verbannt.
Die betroffene Seite taucht dann nicht mehr in den Suchergebnissen auf.
So erging es nun BMW: Zwar findet man zahlreiche Seiten von BMW noch.
Gibt man aber die Worte "BMW" und "Neuwagen" ein, gibt es keinen
Verweis mehr zum Neuwagenbereich auf der bmw.de-Seite. Auch die Seite
automobile.de wurde aus diesem Grund aus dem Suchindex verbannt, wie
der Online-Dienst Heise berichtete.
Im Fall von www.bmw.de haben nach Angaben von Cutts die Internet-Nutzer
andere Seiten zu sehen bekommen als die so genannten "Googlebots" -
Programme, die für die Suchmaschine das Internet durchforsten und den
Suchindex erstellen. Während der User zum Beispiel unter der Adresse
www.bmw.de/bmw-neuwagen.html sofort per JavaScript zu einer Seite mit
der Modellauswahl weitergeleitet worden sei, hat der Google-Bot dagegen
einen Text angetroffen, in dem das Wort "Neuwagen" sehr oft vorkommt, eine Technik, die als "Cloaking" bezeichnet wird. Als
Folge sei die Seite bei den Suchergebnissen an vorderer Stelle
aufgetaucht.
Er erwarte, dass für eine Wiederaufnahme in den Google- Index das
zuständige "Webspam"-Team einen entsprechenden Antrag verlangen werde,
erklärte Cutts zum Thema BMW. Darin müsse versichert werden, dass es in
Zukunft keine Manipulationsversuche mehr geben werde. Außerdem solle
der Antrag Details darüber enthalten, wer für die bemängelten Seiten
verantwortlich sei.
BMW ist die bisher prominenteste deutschsprachige Webseite, die für Trickserei mit
einem "Google-Bann" bestraft wurde. Auch die deutsche Webseite von Ricoh geriet in der letzten Woche wegen
vergleichbarer Trickserei ins Visier der Google-Spam-Researcher.
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