Begonnen hat Google mit Text-Ads auf der Google-Suchmaschine, dann konnten auf Websites im Content-Network von Google auch Bannerformate geschaltet werden, bald darauf auch Video-Ads. Mit den Gadget Ads bringt Google nun eine weitere Werbeform ins Rennen.
Die neuen Gadget Ads ermöglichen es den Usern, mit Werbeanzeigen zu interagieren und gleichzeitig auf der besuchten Webseite zu bleiben (Gadget Ads sind mit "Widgets" am Desktop vergleichbar). Nach einem Beta-Test mit Werbekunden in UK und Deutschland, darunter Marken wie Peugeot, TUI und Sony Ericsson, hat Google nun offiziell die Einführung des neuen Google-AdWords-Werbeformats mit dem Namen „Google Gadget Anzeigen" bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um ein Online-Werbeformat, durch das mehr Möglichkeiten zur Darstellung von Werbe-Botschaften möglich sind, als bisher mit Image- bzw. Banner-Werbeformaten. Google Gadget Anzeigen bieten eine flexible Gestaltung bei der Darstellungsform - so werden Echtzeit-Eingaben und Animationen ebenso möglich wie Video-, Audio- und Bild-Einbindungen. Hier sind Beispiele für Google-Gadget-Ads. Europaweit können ab sofort alle Google-AdWords-Kunden, die bereits Rich-Media-Anzeigen (wie beispielsweise Banner/Display- und Video-Anzeigen) via Google AdWords geschaltet haben, nun auch Google Gadget Anzeigen buchen.
Google plant, das Werbeprogramm auch auf neue Kundengruppen auszuweiten. Gadget Anzeigen können für das komplette Google Content Netzwerk gebucht werden. Google Gadget Anzeigen sind vergleichbar mit Mini-Webseiten (Microsites) innerhalb von Webseiten. Gadget Ads bieten viele Anwendungssmöglichkeiten – als Erweiterung der Marke, zur Mischung user-generierter und professioneller Inhalte, als Website-Erweiterung für virales Marketing, zur Produktdemonstration oder Steigerung der Marken-Bekanntheit.
Die vollständig offene Programmierungsumgebung ermöglicht die Erstellung von Google Gadget Anzeigen. Sobald eine Gadget Anzeige im Google AdWords-Konto zur Verfügung steht, kann diese Anzeige hochgeladen werden. Werbetreibende haben die komplette Kontrolle über die Schaltung der Google Gadget Anzeigen, sie können gezielt Websites innerhalb des Content Netzwerkes auswählen oder ihre Werbung kontextbezogen im gesamten Google Content Netzwerk anzeigen lassen.
Wir sehen also: Google hat wieder mal die Nase sehr weit vorn, was innovative Werbeformen und Abrechnungsmodelle betrifft. Der Werbewirtschaft, die gerade erst mal mit Keyword-Advertising begonnen hat und langsam auch die Werbemöglichkeiten im Content-Network realisiert, stehen nun schon mehr als nur viele Möglichkeiten des "Betriebssystems für Werbung", das Google mit seinem AdWords-Programm geschaffen hat, offen. Einfacher wirds vorerst nicht, was die umfangreichen Erkärungen von Google zu den Gadget-Ads zeigen, hier nur ein kleiner Auszug: "Unzulässige Klicks und irreführende Klickziele: Ein spitzfindigeres Problem ist das der niedrigen Klickraten. Falls beispielsweise die URLs nicht ordnungsgemäß platziert sind, "funktioniert" das Gadget zwar, wird aber bei Verwendung von Preis-pro-Klick-Anzeigen (Cost-per-Click - CPC) nicht ausgeführt. Ihre Hilfe beim Design der Benutzeroberfläche kann Kunden helfen, die Auswirkungen von CPM-Anzeigen (Zahlen für Impressionen, nicht für Klicks) im Vergleich zu CPC-Anzeigen und CPA-Anzeigen (Zahlen für Conversions) zu verstehen."