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2007-12-18 18:23:11
Google-Knol vs. Wikipedia
Auf "Google Knol" sollen namentlich genannte Autoren Fachbeiträge, Produktkritiken und Tipps zur Problemlösung publizieren können – und an den Werbeeinnahmen beteiligt werden. Der Name des neuesten Google-Projekts ist eine Kurzform für "Knowledge". Benutzer sollen auf diesem Wissensportal ihre Kenntnisse und Informationen publizieren und für alle Welt zugänglich machen. Also so etwas wie Wikipedia. Google Knol unterscheidet sich jedoch von der freien Enzyklopädie Wikipedia durch die Beteiligung der Autoren an den Werbeeinnahmen, die den Anreiz für das Verfassen der Beiträge darstellen soll.
Die Verfasser sollen mit ihren Namen für die Qualität der Texte bürgen. Im Gegensatz dazu sind Einträge in Wikipedia ein Community-Produkt, zu dem viele Autoren beisteuern. Google nimmt mit seinem Konzept eine gängige Kritik an der Wikipedia auf, wonach Experten dort aufgrund einer antielitären Haltung wenig geschätzt würden. Larry Sanger, Wikipedia-Mitbegründer, startete mit "Citizendium" deshalb ein Gegenprojekt, das die Verlässlichkeit von Beiträgen gewährleisten soll, indem sie wie bei Knol von namentlich genannten Fachleuten geschrieben und überprüft werden.
Derzeit sind bereits viele Platz-1- Ergebnisse der Google-Suche Links zu Wikipedia-Einträgen. Google will sich nun davon freispielen und nun via Knol das beste und "objektivste" Ergebnis liefern können. Und so wieder mehr Werbegelder via Knol lukrieren. Man kann nun gespannt sein, ab wann Knol-Ergebnisse in den Google-Suchergebnissen aufscheinen, ob diese die Wikipedia-Ergebnisse ersetzen werden oder ob es gar zu einem Match zwischen Wikipedia und Knol um Platz 1 geht. Da wird sich dann wirklich zeigen, wie "objektiv" die Google-Suchergebnisse sind...
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