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2006-05-17 19:32:19
Google Web Toolkit (GWT): Ajax-Anwendungen in Java programmieren
Das neue Google Web Toolkit (GWT) ist ein Java-Framework mit dem
Ajax-Applikationen entwickelt werden können. Durch den Einsatz von Java
sollen sich Entwickler nicht mit den Eigenarten der Browser
beschäftigen müssen. Außerdem soll so die fehlende Modularität von
JavaScript umgangen werden, wobei Java laut Google Tests und die
Wiederverwendung von Ajax-Komponenten erleichtert.
Die Entwickler schreiben ihre Frontends in Java unter Verwendung des
Google Web Toolkits. Das Framework wandelt die Java-Klassen
anschließend in JavaScript und HTML um, so dass die Anwendungen in
jedem Browser funktionieren. Google verspricht, dass alle Widgets und
Panels wiederverwendet und so auch von anderen Entwicklern in anderen
Projekten eingesetzt werden können. Dabei sind die GWT Widgets
grafischen Komponenten, die mit Swing erstellt wurden, ähnlich.
Allerdings werden sie in dynamisch erstelltem HTML gerendert anstatt
mit pixelorientierter Grafik. Zur Gestaltung können Entwickler
Cascading Stylesheets nutzen.
Die Kommunikation mit dem Server wird ebenfalls in den Java-Klassen
festegelegt und dann vom GWT umgesetzt. Dabei kann GWT auch mit
polymorphen Hierarchien umgehen. Ein weiterer Vorteil des GWT soll
sein, dass der Zurück-Knopf des Browsers auch innerhalb der
Ajax-Anwendung funktioniert, um so zu einem früheren Status
zurückzukehren.
Durch die Verwendung von Java zur Entwicklungszeit können beliebige
Entwicklungsumgebungen wie Eclipse verwendet werden. Deren Werkzeuge
zur Fehlersuche stehen dem Entwickler dann ebenfalls zur Verfügung und
können für die Ajax-Anwendung genutzt werden. Wer selbstgeschriebenen
JavaScript-Code benötigt kann diesen mit dem "JavaScript Native
Interface" direkt in die Java-Anwendung integrieren. Mit GWT erstellte
Anwendungen sollen laut Google ohne Probleme im Internet Explorer,
Firefox, Mozilla, Safari und Opera funktionieren. Das Google Web
Toolkit steht ab sofort unter code.google.com zum Download bereit. Hier bietet Google auch Dokumentationen sowie Beispiele an.
(Golem.de 17.5.2006)
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