2007-08-28 11:58:58
Google sagt bezahlten Links den Kampf an
Die Tatsache, dass Google versucht, gekaufte Links nicht mehr in den Ranking-Algorithmus einzubeziehen, hat sich - mit einem Time-Lag von fast 1,5 Jahren - auch hierzulande herumgesprochen und sorgt, da Google nun auch aktiv in seinen Webmaster-Richtlinien dazu auffordert, Websites die Links kaufen oder verkaufen zu melden, für Aufregung.
So berichtet zB. horizont.at:
"Google untersagt Linkhandel: In Hinkunft wird es keinen Linkhandel mehr geben. Google untersagt den Kauf und den Tausch von Links und definiert eine Regel der Suchmaschinen-Optimierung neu. Bislang gehört der Linkhandel zur gängigen Praxis der Aufwertung einer Website für den Ergebnis-Index der Suchmaschine. Die Zahl der Verlinkungen auf eine Website ist Teil der Gewichtung und Bewertung, die über die Platzierung eines Webservices im Google-Index mitentscheiden.(...) In seinen neuen Webmaster-Richtlinien bezeichnet Google solche Links als Spam. Damit wird der Linkhandel für unzulässig erklärt."
O-Ton Google dazu: "Google ist sehr darum bemüht, Links, deren alleinige Absicht die Manipulation von Suchmaschinenergebnissen ist, wie Programme zum Linkaustausch und gekaufte Links, unberücksichtigt zu lassen. Falls Sie auf eine Website treffen, die Links kauft oder verkauft, teilen Sie uns dies bitte mit. Wir werden mithilfe Ihrer Informationen unseren Algorithmus zur Aufdeckung bezahlter Links verbessern."
Na ja, jetzt ists offiziell... Google-Mastermind Matt Cutts hat - wie wir berichtet haben - bereits auf der SES New York im Februar 2006 darauf hingewiesen und wir haben in Folge in unserem Suchmaschinen-Marketing-Seminar und auf Firmen-Workshops dementsprechende Tipps gegeben und so einiges von Web-Marketing-Verantwortlichen und Webmastern zu hören bekommen, die Angebote bzgl. Link-Kauf, "PageRank-Vererbung" etc. gutgläubig wahrgenommen hatten... Die Branche der bezahlen "Link-Broker" hat in den letzen Jahren gut funktioniert, so wie es halt die Branche der "Suchmaschinen-Eintragungsfirmen" z.T. leider immer noch ist...
Auch der schwunghafte Handel mit "alten" Domains (registriert vor 2000) und mit "trusted Domains" sowie mit Links von eben diesen (wie .edu, .gov, .mil etc.) wird wohl schon seit einiger Zeit im Radar des Google-Anti-Spam-Teams sein...