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2006-06-20 16:53:57
IBM Studie zu Medienkonsum zeigt rasanten Wandel in der Mediennutzung
Der Wandel im Medienkonsum erfolgt immer rasanter. Neue Möglichkeiten
sind zunehmend Ausdruck eines selbstbestimmten Medienkonsums der
Konsumenten. Sie übernehmen die Kontrolle und gewinnen an
Einflussmöglichkeiten, wann, wo und wie sie die Medien und deren
Inhalte nutzen. Das zeigt eine Studie der IBM Global Business Services
und des Zentrums für Evaluation und Methoden ZEM der Universität Bonn.
Befragt wurden 1.000 Personen im Alter von 14 bis 69 Jahren in
Deutschland.
"Die große Medienvielfalt schafft ein Zeit- und Inhaltsproblem bei den
Verbrauchern. Durch die neuen Möglichkeiten können sie die Angebote
intelligent durchnavigieren", erklärt Ralf Kaumanns, Leiter der Studie
und Medienexperte bei IBM. So kann die Fernsehwerbung mittels Digitaler
Videorekorder DVR übersprungen werden. Dieses Ad Skipping gilt als
attraktivste Funktion eines DVR. Insgesamt wurden bisher rund 400.000
Digitale Videorekorder verkauft, so Raumanns. Besonders die
werberelevante Zielgruppe zwischen 14 und 49 Jahren sind mit nahezu 80
Prozent sehr offen für diese Nutzungsmöglichkeit, ebenso wie die hohen
Einkommensgruppen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mindestens
44.000 Euro. Zudem sind die Konsumenten offen für neue
Telekommunikationsangebote wie Triple Play. Das gebündelte Anbieten der
Dienste Fernsehen, IP-Telefonie und Internet in der Telekommunikation
wird aber nur von den Verbrauchern akzeptiert, wenn das Vertrauen zu
den Anbietern und die Preisgestaltung stimmen.
Die Studienergebnisse belegen, dass die Akzeptanz von klassischer
Werbung im Fernsehen sehr gering ist: 71 Prozent aller Befragten wollen
Werbeblöcke überspringen. Hohe Skepsis besteht beim Handy-Fernsehen,
denn lediglich neun Prozent der Konsumenten zeigen daran Interesse.
Dagegen liegen neue Möglichkeiten wie beispielsweise der Elektronische
Programmführer (EPG), Digitale Videorekorder (DVR) oder Video-on-Demand
(VoD) im Trend, denn sie ermöglichen den selbstbestimmten Medienkonsum
der Verbraucher. Insbesondere Computer- und Online Spiele erfreuen sich
einer immer größer werdenden Beliebtheit, fast ein Drittel der
Befragten spielt regelmäßig. "Um die Online-Spiele bildet sich eine
neue Ökonomie, denn die Konsumenten sind bereit, für virtuelle Ware
reales Geld auszugeben", so Kaumanns weiter. Vergleicht man Deutschland
in der Entwicklung von Online-Gaming, Handy TV und DVR mit Asien und
den USA, so sind diese Deutschland leicht voraus. "In den nächsten
Jahren wird sich dies aber ändern", erklärt Raumanns abschließend.
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