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2007-11-12 12:24:48
Google soll mit der Zeit Ihr bester Freund werden...
Die Schweizer Zeitung Blick hat ein Interview mit Google-Forschungschefin Marissa Mayer über Googles Zukunft, Datenschutz, Copyright und der Websuche als Wissenschaft ("Mathematik oder Physik waren die Wissenschaften der letzten
Jahrhunderte. Search wird die Wissenschaft der nächsten Jahrhunderte
sein.") geführt.
Auf die Frage "Wie wollen Sie die Internet-Suche verbessern?" antwortet Marissa Mayer: "Indem wir die User dazu animieren, mehr von sich preiszugeben, mehr Daten hochzuladen. Je mehr Informationen im Netz verfügbar sind, desto besser werden die Suchresultate." Damit wiederholt Marissa Mayer die von Google-CEO Eric Schmidt getroffene Aussage, dass Google immer mehr Daten von den Usern sammeln und damit auch immer mehr Geld verdienen wird. Marissa Mayer gibt auch zu dass bei dieser Informationssammlung immer mehr Werbeeinnahmen kommen und dies das Hauptziel ist - rechtfertigt das aber damit, dass dafür sehr viele kostenlose Dienste wie zB Google Earth angeboten werden können die mit dem verdienten Geld subventioniert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, nämlich auch die letzten Geheimnisse des Users zu erfahren, möchte Google in Zukunft die Rolle des besten Freundes einnehmen. Der Vorteil für den User ist dabei, je mehr der beste Freund über uns weiß, desto bessere Ratschläge kann er uns geben. Anders als bei einem echten Freund kann man bei Google aber jederzeit die Informationen wieder löschen bzw. ändern. Diese zukünftige Datensammlung wird aber auch nur dann möglich, wenn sich die Copyright- und Datenschutz-Gesetze grundlegend ändern. Entsprechende Anstrengungen unternimmt Google derzeit in Hinblick auf nationale und globale Datenschutzgesetze. Die Zukunft von Google wird also ganz entscheidend von diesen neuen Gesetzen abhängen und wie sich Google darauf einstellen wird.
Damit der beste Freund nicht zum großen Bruder wird...
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