2006-10-28 17:57:31
Online-PR: Journalisten mit Online-Unternehmensinformationen unzufrieden
Über die Hälfte der Journalisten sind nach wie vor mit den online
angebotenen Informationen (Pressecorner) von Unternehmen unzufrieden. Das ergibt eine
aktuelle Umfrage der Münchner PR-Agentur Maisberger Whiteoaks zum
Rechercheverhalten von Redakteuren. Bereits 2005 hatten
54 Prozent der Fachjournalisten die Websites von Unternehmen kritisiert.
Das Internet gehört seit Jahren zu den wichtigsten Informationsquellen
von Journalisten. 95 Prozent der von Maisberger Whiteoaks Befragten
betrachten es als Hauptinstrument ihrer Recherche, noch vor dem
persönlichen Kontakt (90 Prozent). Wie schon im Vorjahr lässt die
Qualität der online angebotenen Informationen von Unternehmen nach
Meinung der Pressevertreter allerdings stark zu wünschen übrig. So sind
rund 54 Prozent der befragten Redakteure mit dem Online-Presseangebot der
Firmenwebsites eher unzufrieden oder sogar sehr unzufrieden. Bei der
ersten Umfrage von Maisberger Whiteoaks zum Rechercheverhalten von
Journalisten im Frühjahr 2005 waren es auch 54 Prozent. Ein Vergleich der
Ergebnisse zeigt: Die Unternehmen haben in diesem Bereich ihre
Online-PR-Hausaufgaben nicht gemacht.
Dabei sind die Anforderungen an einen optimalen Online-Presse-Auftritt
vergleichsweise gering. Besonderen Wert legen die befragten
Journalisten auf die Verfügbarkeit von umfangreichem und druckfähigem
Bildmaterial, am besten in Form einer Bilddatenbank. Unerlässlich ist
auch eine Übersicht mit Kontaktdaten der entsprechenden Ansprechpartner
für die Medien.
Kriterien wie Übersichtlichkeit und Aktualität der
Internetauftritte sollten selbstverständlich sein, werden aber oft
nicht ausreichend erfüllt. Außerdem sollte nach Meinung der
Medienvertreter der Pressebereich bzw. Pressecorner leicht zu finden sein und auch ein
Archiv beinhalten. Ein hoher Informationsgehalt, die generelle
Möglichkeit zum Download von Informationen sowie eine Suchfunktion
gehören ebenfalls zu den Eigenschaften einer optimalen Website.
Maisberger Whiteoaks befragte im August 2006 100
Fachjournalisten, zum Großteil aus Redaktionen der IT- und
Industriepresse. Die Trendumfrage ging damit in die zweite Runde. Schon
im Frühjahr 2005 hatte die Münchner-PR Agentur mit einer schriftlichen
Befragung von 66 Redakteuren das Rechercheverhalten von
Fachjournalisten untersucht.
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