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2006-07-03 09:37:58   AddThis Social Bookmark Button AddThis Feed Button
Christoph Pichler
Christoph Pichler

Klickbetrug - Vergleich mit Werbekunden: Yahoo zahlt Teil der Werbeeinnahmen zurück

Yahoo! hat sich im Zuge eines Click-Fraud-Prozesses mit Werbekunden auf einen außergerichtlichen Vergleich geeinigt. Wie Yahoo mitteilte, werden bereits geleistete Zahlungen an Tausende Werbekunden zurückerstattet und die Anwaltskosten von knapp fünf Mio. Dollar übernommen.
Kernpunkt der Sammelklage war der Traffic von Januar 2004 bis März 2006 am im Yahoo!-Werbenetzwerk. Die Yahoo-Werbeeinnahmen in diesem Zeitraum lagen bei rund 9,1 Mrd. US$. In einem ähnlichen Click-Fraud-Verfahren gegen Google wurde die Suchmaschine zu einer Zahlung von 90 Mio. Dollar verurteilt. Demgegenüber standen Werbeeinnahmen von 13,3 Mrd. Dollar seit 2001. Die klagenden Werbeunternehmen hatten argumentiert, dass Yahoo von den Klicks auf Werbebanner zu Unrecht profitiert hätte. Mit so genannten Clickbots können Klick-Betrüger die Klickraten wesentlich erhöhen. Die Motive hierzu können unterschiedlich sein, verfolgen jedoch immer das Ziel, dem werbenden Unternehmen zu schaden. Click-Roboter verursachen plötzlich ansteigende Kosten für Online-Werbung ohne aber zu höheren Conversions zu führen.
Laut einer aktuellen Statistik des ClickFraudIndex bewegt sich sie Zahl der betrügerischen Klicks bei etwa 14 Prozent. Es gibt Vermutungen, dass bis zu 40 Prozent aller Klicks auf kontextbezogene Anzeigen in betrügerischer Absicht erfolgen. Diese Quoten werden von Yahoo und Google aber bestritten. Ein Weg, um Click-Betrug zu vermeiden stellen CPA-basierende Werbeformen dar, die gerade von Google getestet werden.




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