2006-07-03 09:37:58
Klickbetrug - Vergleich mit Werbekunden: Yahoo zahlt Teil der Werbeeinnahmen zurück
Yahoo! hat sich im Zuge eines Click-Fraud-Prozesses mit Werbekunden auf
einen außergerichtlichen Vergleich geeinigt. Wie Yahoo mitteilte,
werden bereits geleistete Zahlungen an Tausende Werbekunden
zurückerstattet und die Anwaltskosten von knapp fünf Mio. Dollar
übernommen.
Kernpunkt der Sammelklage war der Traffic von Januar 2004 bis März 2006
am im Yahoo!-Werbenetzwerk. Die Yahoo-Werbeeinnahmen in diesem Zeitraum lagen bei rund 9,1 Mrd. US$. In einem ähnlichen
Click-Fraud-Verfahren gegen Google wurde die Suchmaschine zu einer
Zahlung von 90 Mio. Dollar verurteilt. Demgegenüber standen
Werbeeinnahmen von 13,3 Mrd. Dollar seit 2001. Die klagenden
Werbeunternehmen hatten argumentiert, dass Yahoo von den Klicks auf
Werbebanner zu Unrecht profitiert hätte. Mit so genannten Clickbots
können Klick-Betrüger die Klickraten wesentlich erhöhen. Die Motive
hierzu können unterschiedlich sein, verfolgen jedoch immer das Ziel,
dem werbenden Unternehmen zu schaden. Click-Roboter verursachen
plötzlich ansteigende Kosten für Online-Werbung ohne aber zu höheren
Conversions zu führen.
Laut einer aktuellen Statistik des ClickFraudIndex
bewegt sich sie Zahl der betrügerischen Klicks bei etwa 14 Prozent. Es
gibt Vermutungen, dass bis zu 40 Prozent aller Klicks auf
kontextbezogene Anzeigen in betrügerischer Absicht erfolgen. Diese
Quoten werden von Yahoo und Google aber bestritten. Ein Weg, um Click-Betrug zu vermeiden stellen CPA-basierende Werbeformen dar, die gerade von Google getestet werden.