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2006-08-07 13:22:26
Google-Vertrieb für MTV-Videos
Google lässt mit einem neuen Deal mit MTV aufhorchen: Der Medienkonzern will MTV-Videos über sein Online-Werbe-Network vertreiben und bestimmte Videos über Google-Video verkaufen. Das Preismodell richtet sich nach dem von Apples iTunes.
Google weitet damit sein Angebot immer weiter aus und wird zunehmend auch zum Content-Provider. Google hat nun bekannt gegeben, künftig Videoclips des Musiksenders MTV sowohl über sein Google-Videoportal als auch über sein Werbenetzwerk zu vertreiben. In einer ersten Testphase sollen etwa 100 Stunden Videomaterial und Serien wie "Laguna Beach: The Real Orange County", "SpongeBob SquarePants" und die MTV Video Music Awards über das Google-Content-Network verbreitet werden.
Dafür werden die zwei- bis vierminütigen Clips mit kurzen Werbespots für MTV oder dessen Partnerunternehmen gespickt und dann auf Websites verschiedenster Content-Anbieter - von Weblogs bis Vereins-Homepages - publiziert. Wie viele Websites in der ersten Testphase mit MTV-Clips bespielt werden, ist unklar. Dieses Konzept sei laut Google auch mit anderen Partnern denkbar und soll den aktuellen Boom von Online-Videos auch in der Online-Werbung etablieren. Immer mehr traditionelle Medienhäuser verstehen, dass sie sich vor den Möglichkeiten des Internets nicht länger verschließen können und lassen sich auf Kooperationen mit Distributoren wie Apple, Google oder auch der Riege an neuen Services wie etwa YouTube ein.
MTV-Video-Verkauf für 1,99 Dollar Wie genau die Werbeeinahmen aufgeteilt werden, wurde nicht bekannt gegeben. Medienberichten zufolge soll der MTV-Mutterkonzern Viacom rund zwei Drittel davon bekommen. 17 weitere Serien sollen in Google Video für 1,99 US-Dollar zum Verkauf angeboten werden - derselbe Preis, den auch Apple in seinem iTunes Music Store für die MTV-Serien verlangt.
Google wird zum Contentanbieter Generell markiert die groß angelegte Video-Kooperation für Google einen weiteren Schritt vom reinen Dienste- zum Contentanbieter. Vergangene Woche hatte Google bekannt gegeben, die Nachrichtenagentur AP künftig für News und Fotos zu bezahlen. Google deutete dabei auch an, sein News-Portal zu erweitern.
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