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2007-10-27 10:44:42
Microsoft steigt bei Facebook ein
Microsoft steigt mit 240 Millionen Dollar bei Facebook ein und erwirbt damit einen Anteil von 1,6 Prozent an Facebook. Facebook erreicht mit den gekauften 1,6 Prozent rechnerisch einen Firmenwert von 15 Mrd. Dollar. Mit dem Einstieg sichert sich Microsoft Zugang zur Social-Network-Plattform, über die Microsoft künftig Werbung vermarkten kann. Microsoft zielt damit auf einen Markt, der von Google dominiert wird.
Warum hat Google bei Facebook nicht zugeschlagen? Google war an Facebook interessiert. Allerdings wäre ein Erwerb strategisch nicht unbedingt zwingend gewesen, da Google bereits Community-Seiten wie etwa Youtube besitzt. Zudem wollte das Facebook-Gründer Zuckerberg die Eigenständigkeit behalten, Google wollte aber angeblich die Mehrheit.
Was macht Facebook für Werbung so interessant? Das sind die Nutzer, mittlerweile rund 50 Millionen. Sie treten über Facebook mit Freunden in Kontakt, gestalten dort Webseiten nach ihrem Geschmack, stellen persönliche Informationen einschließlich Bilder und Videos ins Netz. Das könnte eine ideale Plattform für Online-Werbung sein. Zwar ist Facebook kleiner als der Rivale Myspace. Nach Comscore hatte Facebook im September alleine in den USA 30,6 Millionen Besucher, Myspace erreichte dagegen 68,4 Mill. User. Allerdings wächst Facebook derzeit schneller als die Wettbewerber. Mehr als nur Werbung: Microsoft kann wohl Services wie Musik-Dienste oder Instant-Messaging über Facebook anbieten. Gleichzeitig könnten sogenannte Widgets, kleine Internet-Anwendungen, die die Facebook-Nutzer entwickeln, für Microsoft interessant sein. Und Experten glauben, dass Portale wie Facebook künftig die zentrale Tür der Nutzer zum Internet insgesamt werden könnten.
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