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2007-09-19 17:33:02
New York Times gibt bezahlten Content auf
Die "New York Times" ändert ihre Strategie zur Monetarisierung ihres Internetauftritts und kehrt zur vollständigen Werbefinanzierung zurück. Die New York Times verzichtet ab sofort auf kostenpflichtigen Content-Zugang über Abos und stellt den Großteil der Texte frei zur Verfügung.
Auch das NYT-Onlinearchiv wird ohne Zugangsbeschränkung nutzbar sein. Die New York Times will so mehr Leser für das Onlineangebot gewinnen, um die Online-Werbeeinnahmen zu steigern. Denn je mehr Zugriffe eine Seite hat, desto mehr Inventory kann von Werbekunden gebucht werden. "Wir glauben, dass wir wesentlich mehr einnehmen können, wenn wir die Inhalte frei zur Verfügung stellen", so Vivian Schiller, Vize Präsidentin von NYTimes.com. Die NYT hat bisher rund 10 Mio. USD Jahresumsatz mit kostenpflichtigen Inhalten gemacht.
Die "NYT" war eines der letzten US-Medien, die ihren Onlineauftritt nicht weitgehend durch Werbe-Vermarktung finanziert hat. Für den Service mit dem Titel "Times Select" hatten die Abonnenten bisher 7,95 USD monatlich gezahlt und durften auf Texte bekannter Kolumnisten sowie das Archiv zugreifen. Auch beim "Wall Street Journal", das seit der Übernahme des Mutterkonzerns Dow Jones im August dem Medienunternehmer Rupert Murdoch gehört, sind die meisten Inhalte derzeit noch kostenpflichtig. "Ich überlege mir ernsthaft, ob die Website ihr Konzept nicht ändern sollte", hatte jedoch auch Murdoch bereits bei seiner Übernahme von Dow Jones angekündigt.
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