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2007-10-19 22:30:16
Was ist Online-PR?
PRVA-Präsident und Telekom-Blogger Martin Bredl heute im "Standard" zum Thema Online-PR: "Online-Kommunikation
hat sicher bereits einen hohen Stellenwert in der Gesamtkommunikation
von Unternehmen und Organisationen. Aber es gibt speziell bei den so
genannten Web 2.0-Applikationen einen großen Aufholbedarf. Blogs, Wikis
und soziale Plattformen sind ideale Tools um in einen Dialog mit der
Öffentlichkeit zu treten. Hier passiert noch sehr wenig. Der Grund
liegt meines Erachtens darin, das viele Verantwortliche noch nicht
erkannt haben, dass in Zukunft die Reputation eines Unternehmens oder
einer Organisation von der Transparenz im Internet abhängt."
Ja,
da hat Martin Bredl wohl Recht, denn Online-PR ist mehr als nur das
Versenden von Presse-Infos per eMail und mit Blogs, Wikis und Social
Networks nennt er einige Online-PR-Tools. Und Aufholbedarf ist bei den
PR-Abteilungen der österreichischen Unternehmen wirklich gegeben. Wo
findet man auf Unternehmens-Websites in Österreich einen RSS-Feed?
Gerade mal bei der Telekom Austria, schon im Pressecorner von Top-100-Unternehmen wie mobilkom,
OMV oder Wienerberger sucht man vergeblich. Und das, wo Bill Gates
schon 2004 meinte: "Websites and email are
outmoded ways of communicating with customers. Blogs and their Real
Simple Syndication (RSS) are the answer.“ Ein RSS-Feed erleichtert
das Abrufen von aktuellen Informationen von einer Website oder einem Blog, lt. einer Studie verwendet bereits jeder fünfte Journalist RSS-Feeds!
Was sind nun Online-PR bzw. Online-Relations? Lt.
Wikipedia-Definition: Online-PR ist Öffentlichkeitsarbeit bzw. Public
Relations, die vorwiegend das klassische, zum Teil auch das mobile
Internet nutzt, um mit realen oder virtuellen Bezugsgruppen zu
kommunizieren. Übergreifendes Ziel von langfristig angelegter Online-PR
ist, einen Beitrag zur Reputation (Wertschätzung, Image) einer
Organisation beizutragen; konkret geht es um die Sicherung und
idealerweise eine Steigerung der digitalen Reputation.
Seminartipp: Seminar Online-PR
Und konkret? Was sind die Tools von Online-PR? Was ist wichtig?
Die Website als Online-PR-Tool Für
Unternehmen ist eine Website wichtigste Form der Präsenz im Internet
selbstverständlich. Oft ist aber unklar, welche Ziele eigentlich mit
der Website verfolgt werden. Vom Blickpunkt der Online-PR sollte die
Unternehmens-Website dem Unternehmens-Image (CI, Corporate Identity)
entsprechen und Interessenten schnell und aktuell informieren. Für
Journalisten sollte ein Presse- bzw. Medien-Corner vorhanden sein, in
dem aktuelle Unternehmensdaten, Presseinformationen und Fotos
bereitstehen. Ein gut gestalteter Pressecorner mit RSS-Feed spart
beiden Seiten Zeit: dem Journalisten werden schnell die wichtigsten
Informationen geliefert, die PR-Abteilung muß nicht für
Basis-Informationen kontaktiert werden. Aktualität ist natürlich ein
Muß!
Blogs Ein Weblog (kurz: Blog) ist öffentlich
einsehbares Online-Tagebuch oder Online-Journal. Mittlerweile gibt es
Millionen von Blogs, der Großteil wird zwar wohl nur vom Blogger selbst
gelesen, aber Blogs können Meinung machen und Meinung verbreiten. Für
Unternehmen ist es deshalb wichtig, via Blog-Monitoring zu beobachten,
was in Blogs über das Unternehmen geschrieben wird. Und es macht Sinn,
als Unternehmen selbst aktiv mit einem Weblog in Dialog mit seinen
Zielgruppen zu treten. Ob als Corporate-Blog, in dem die Mitarbeiter
schreiben (z.B. blogmax von Baumax), oder als CEO-Blog, wo ein Chef schreibt (z.B. General Motors: Fastlane-Blog).
Web 2.0: Social-Networks, Wikis, YouTube etc. Das
Schlagwort Web 2.0 steht primär für "User Generated Content" (Blogs,
YouTube, etc.) und "Social Networks" (XING, Facebook, etc.), also
schnelle und einfache Anwendungen im Internet, die für Online-PR
wichtig sind, da sie Resonanzfelder sind, die es zu beobachten gilt
(Monitoring) und die man proaktiv für Online-PR nutzen kann. Die
Video-Plattform YouTube ist eine der meist-genutzten Websites im
Internet...
Google: Das Tor zum Internet Alle
verwenden Google, viele User haben Google als Startseite eingestellt,
Web-Adressen (URLs) werden oft nicht mehr in der Browser-Zeile
eingetippt, sondern im Google-Suchschlitz eingeklopft. Die
Ergebnisseite von Google wird bereits oft mit der Titelseite einer
Zeitung verglichen - wer dort auf der 1.Seite vorkommt ist präsent. Wer
nicht, ist und bleibt unsichtbar! Nachrichtenrecherche läuft über
Suchmaschinen wie Google, und wer ganz oben steht,
dessen Botschaft wird gelesen. Online-PR muß dem Rechnung
tragen, ob bei Imagekampagnen oder im Krisenmanagement. Studien zeigen,
daß Journalisten fast so viel "googlen" wie sie telefonieren! 95% der
Journalisten verwenden Google für ihre Recherchen. Für Online-PR ist es
also extrem wichtig, Präsenz bei unternehmens-relevanten Themen auf
Google zu schaffen.
Reputation-Management Good
News zu verbreiten ist um vieles einfacher, als Bad News zu verhindern.
Und Bad News breiten sich im Internet biltzschnell aus und bleiben
präsent. Die wohl anspruchsvollste und schwierigste Aufgabe von
Online-PR ist sicher Online-Reputation-Management. Also darauf zu schauen, was geschrieben/gesagt wird (s. Monitoring) und darauf "richtig" zu reagieren...
Monitoring Wie
schon erwähnt, das Monitoring darüber, was so im Internet (in Blogs,
Diskussionsforen usw.) über ein Unternehmen geschrieben wird, ist
essentiell, da es sowohl über den Erfolg von Online-PR-Maßnahmen
Auskunft gibt, aber auch zur Marktforschung beitragen kann und eine
Alert-Funktion über negative Berichterstattung ist.
Presse-Infos per e-Mail Online-PR
ist also weit mehr als nur das Versenden von Presse-Infos per eMail.
Aber auch dabei gibts einiges zu beachten. Ressort-spezifische
Verteiler sind "technisch" kein Problem, erfordern aber einiges an
Recherche und Know-how. Nachtrag: Was passieren kann, wenn man per
Giesskannen-Prinzip Presseinfos versendet, ist hier beschrieben: "Sorry PR-People: You´re blocked." Basics wie der richtige Einsatz von Attachments sollten mittlerweile bekannt sein...
Seminartipp: Seminar Online-PR
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