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2006-02-17 21:09:22
Online-Shops: Zwei Milliarden Euro an Umsatzpotenzial verschenkt
Das Ergebnis einer Online-Umfrage der Softwarefirma novomind zeigt,
dass jeder vierte potenzielle Internetkunde beim Online-Shopping vorzeitig den
Bestellvorgang abbricht. Hauptgrund dafür sind technische
Probleme (62 Prozent), gefolgt von zu langen Bestellwegen (39 Prozent).
Erstaunlich scheint das Resultat, dass fast die Hälfte aller
Onlineshopper aufgrund von Unübersichtlichkeit der Webseite den
geplanten Kaufvorgang abbricht. Häufig ist es den Usern unmöglich, sich
zu orientieren bzw. die für den Kaufabschluss notwendigen Informationen
aufzuspüren.
Oftmals begegnet man auf den Händlerseiten kryptischen Fehlermeldungen,
langsamem Seitenaufbau und/oder abgestürzten Produktdatenbanken. "Allein im ersten Quartal 2005 verschenkten die deutschen
Onlineshops aufgrund der Mängel rund 1,88 Mrd. Euro an
Umsatzpotential", meint novomind-Sprecher Wiedekamm. Es habe sich außerdem gezeigt,
dass die Einschätzung der Shopbetreiber und die Kundenwünsche teilweise
weit voneinander entfernt sind. 56 Prozent der Kunden wünschen sich
persistente Warenkörbe, während nur jeder dritte Online-Händler dies
zur Kenntnis nimmt. Jeder fünfte Kunde gibt vorzeitig auf, weil
schlichtweg die Kasse nicht gefunden wird. "Cross-Links im Shopsystem
erleichtern zum Beispiel die Suche nach Zusatzinformationen und
virtuelle Berater können beim Navigieren unterstützen", so Wiedekamm.
Spätestens bei der Bezahlung verliert jeder Vierte dann die Nerven und
verzichtet auf den Einkauf, wenn der Online-Händler weder Überweisung
noch Lastschriftverfahren akzeptiert. Vielfach behindern sich die
Unternehmen auch selbst bei ihrem Geschäft, weil sie zu hohe
Versandkosten verlangen. Für jeden Dritten sind sie der Grund, den Kauf
nicht abzuschließen.
Auf Händlerseite wollen laut novomind-Umfrage zwei von fünf Unternehmen
ihre Internetpräsenz im laufenden Jahr benutzerfreundlicher machen. Im
Zentrum steht dabei der Wunsch der Kunden nach einer guten
Web-Präsentation. Immerhin setzt die Hälfte der User besonders auf die
Darstellung der angebotenen Produkte. Rund 40 Prozent verlangen nach
der Option zwischen mehreren Zahlungsarten wählen zu können.
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