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2010-02-22 11:12:40
Online-Werbeausgaben Deutschland: 60 Prozent an Google
Der Online-Werbemarkt in Deutschland ist im Jahr 2009 um 12% auf 4,1 Milliarden Euro gewachsen und ist mit einem Anteil von 16,5% am gesamten Werbemarkt erstmals drittgrößtes Werbemedium nach TV-Werbung und Werbung in Zeitungen. Zu diesem Ergebnis kommt der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Für 2010 prognostiziert der OVK einen Anstieg der Online-Werbeausgaben in Deutschland auf rund 4,7 Milliarden Euro (+14%). Treiber der Werbeausgaben im Internet sind lt. BVDW das mobile Internet, die zunehmende Bedeutung von Social-Media-Marketing, Online-Video-Werbung und die insgesamt höhere Gewichtung der digitalen Markenführung im Marketing.
 Die 4,1 Milliarden Euro Online-Werbespendings stellen nur den - in den Erhebungen der Werbewirtschaft üblichen - Bruttowert dar, für den die Listenpreise herangezogen wurden. Dies betrifft vor allem die Zahlen für die klassische Online-Werbung (Bannern oder Videos, die mit 2,2 Milliarden Euro in der Gesamtsumme eingerechnet ist, allerdings netto nur geschätzte 700 bis 800 Millionen Euro ausmacht und statt des angegebenen Zuwachses von 13% netto nur um 2-3% zugelegt hat.
Diese Differenzierung gibt es im Suchmaschinenmarketing nicht. Die vom BVDW (eher konservativ) geschätzten 1,6 Milliarden Euro Online-Werbespendings für Suchmaschinen-Marketing sind Netto-Zahlen (wenn auch auf Basis von Hochrechnungen), die zum überwiegenden Teil an Google geflossen sind. Werden Netto-Werbeausgaben beachtet, beträgt der Marktanteil von Google am Online-Werbemarkt in Deutschland somit rund 60 Prozent.
„Der gesamte Werbemarkt in Deutschland ist mehr als 20 Milliarden Euro schwer. Unser Anteil daran ist sehr klein. Wenn wir zehn Jahre zurückblicken, verbrachte niemand viel Zeit im Internet. Die Online-Werbung steigt aber mit der Zeit, die Menschen im Netz verbringen. Aber nicht schnell genug. Auch jetzt halten die Werbetreibenden mit der Geschwindigkeit, mit der Nutzer ihr Verhalten ändern, nicht mit. Zudem stecken wir noch in den Anfängen der Online-Werbung. Beispiel Videos: Meist sind Online-Werbevideos Teile der Fernsehwerbung. Sie zeigen etwas. Aber die Möglichkeit der Interaktivität, zum Beispiel sich ein Produkt selbst zu entwerfen, fehlt noch. Die Menschen waren noch nicht wirklich kreativ für richtig gute Online-Werbung. Doch irgendwann werden wir den Tipping-Point sehen. Das Potential für uns ist also noch sehr groß", meinmte Google Europa-Saleschef Nikesh Arora unlängst in einem FAZ-Interview. Zur Wachstumsstrategie von Google zählt auch die Expansion in der klassischen Online-Werbung (Banner/Display), die Google-CEO Eric Schmidt als wichtigsten Wachstumstreiber für 2010 bezeichnet hat. (Quelle: Holger Schmidt/FAZ.net)
 Werbeausgaben Deutschland
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