Der Qualitätsfaktor bei Google AdWordsFolgende Überlegungen zum "Qualitätsfaktor" bei Google AdWords, der die Anzeigen-Position und den Mindest-CPC bestimmt, sind
Hypothesen und basieren auf logischen Überlegungen - nicht jedoch auf
Fakten.
Zuerst einmal die Definitionen bzw. Erklärungen von Google dazu: Anzeigenrang/-positionierung: "Die Position einer Anzeige basiert auf ihrem
Anzeigenrang. Dieser wird durch den maximalen Preis-pro-Klick
(Cost-per-Click - CPC) des Keywords bzw. der Anzeigengruppe
multipliziert mit dem Qualitätsfaktor des übereinstimmenden Keywords
bestimmt. Für die Spitzenpositionen über den Google-Suchergebnissen
wird jedoch der tatsächliche CPC der Anzeige zur Bestimmung der
Position verwendet."
Qualitäts-Faktor: "Der Qualitätsfaktor stellt die Grundlage für die
Bewertung der Qualität Ihres Keywords und die Festlegung des
Mindestgebots dar. Er wird durch die Klickrate (Click-through-Rate -
CTR) Ihres Keywords, die Relevanz Ihres Anzeigentextes, die historische
Leistung des Keywords, die Qualität der Zielseite Ihrer Anzeige und
andere Relevanzfaktoren ermittelt."
Die
Clickrate ist wohl ein wichtiges Kriterium für die Beurteilung der Qualität
eines Werbemittels. Je höher die Clickrate ist, desto eher passt der
Anzeigentext zu dem Keyword, das der User eingegeben hat.
Würde
Google nun einfach CTR mit CPC multiplizieren, würden plötzlich
Anzeigen mit geringerer Clickrate (= geringerer Qualität) Top-Positions
erreichen.
Das ist zwar kurzfristig gut für Google (da mehr
Umsatz generiert wird). Mittelfristig ist es aber schlecht, da die
Qualität der Anzeigen sinkt, da ja Anzeigen mit niedriger Clickrate von
Firmen mit großen Budgets angezeigt werden. In der Folge würde die
Clickrate sinken, da die User die Adwords nicht mehr als relevant
erachten. Wenn Adwords nicht mehr so oft angeclickt werden, sinkt auch
in der Folge der Umsatz für Google. Also doch wieder zurück zur
Clickrate und den CPC weglassen? In diesem Fall wäre es egal, was ein
Werber bereit ist zu bezahlen. Google müsste einen Fixpreis je Click
einführen. Was wirtschaftlicher Unfug wäre und der Spielcharakter der
Auktion geht verloren.
In der Folge muss noch ein 3. Faktor her, der das Produkt aus CPC und CTR manipuliert. - Der "Qualitätsfaktor" (QF).
In der Folge wird die Position also von CTR * CPC * QF bestimmt. Ist der QF gleich 1/CPC würde der CPC ausgeschaltet und die anzeigen hätten die maximale Relevanz für den User.
Ziel
von Google ist es nun den QF zunächst mit 1/CPC zu staten und
kontinuierlich zu erhöhen. Allerdings nur solange bis die CTR nicht zu
stark abnimmt (denn mit zunehmenden QF würde ja die Relevanz sinken).
Google
muss also permanent den Qualitätsfaktor so verändern, dass die
Clickrate auf einem gewissen Nivau gehalten wird. Schlechte
Adwords-Anzeigentexte, die eine schlechte Clickrate haben werden daher
mittels QF heruntergesetzt. Das obwohl der Werber vielleicht bereit
ist, einen sehr hohen CPC zu bezahlen.
Die Folge aus diesen
Überlegungen ist, dass man Google-AdWords texten sollte, die eine hohe
Performance (Clickrate) haben. Lt. Google fließt auch die Qualität der Landingpage
in die Berechnung des Qualitätsfaktors ein. Google kann die Keywords
auf der Landingpage auf Themen-Affinität prüfen und/oder die Aufenthaltsdauer
auf der Landingpage (Wegbleiben von den Google-Suchergebnis-Seiten).
Was aber viel eher
wahrscheinlich ist, ist, dass Google die Conversion-Rate bzw. die
Post-Clicks aus Google-Analytics heranzieht um die Qualität der Anzeige
zu bestimmen...
Ziel von Google ist es, für den User relevante
AdWords-Anzeigen einzubelnden. Dadurch steigt die Qualität von Google und somit
auch die Zufriedenheit der Suchenden. Der Qualitätsfaktor unterstützt
somit Google bei einem langfristigen Ziel: Die Informationen der Welt
zu ordnen und den Menschen optimal zur Verfügung zu stellen.
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