2009-07-21 17:48:13
Social Media Studie: Nutzung von Web 2.0-Plattformen in Österreich
Das Online-Marktforschungsunternehmen Marketagent hat eine Social-Media-Studie zur Nutzung von Web 2.0 Plattformen in Österreich durchgeführt.
Die
Ergebnisse: Facebook, StudiVZ und Netlog haben einen besonders treuen
und loyalen Nutzer-Kreis mit einer starken Bindung an die jeweilige
Plattform. Je jünger die User, desto aktiver sind sie auf Social Media
Sites im Internet. Jeder dritte User hat starke Bedenken, Persönliches
auf Social-Networking-Websites zu posten, jeder Zweite ist
diesbezüglich zumindest etwas beunruhigt. Im Rahmen der Erhebung wurden
500 österreichische Nutzer von Social Media Plattformen bzw. Web
2.0-Sites zwischen 14 und 39 Jahren befragt.
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Das Pflegen und
Knüpfen von Kontakten gehören laut Marketagent-Studienergebnis zu den wichtigsten
Motiven, sich auf Social Media Plattformen zu registrieren: Drei von
zehn Usern melden sich auf Social-Networking-Websites an, um mit
Freunden oder Bekannten Kontakt zu halten (29%). Bei etwa halb so
vielen steht die Suche nach neuen Bekanntschaften im Vordergrund (16%).
Weitere Motive, sich zu registrieren, sind Gruppendruck (13%), also die
Erwartungshaltung von bereits angemeldeten Freunden, und das Aufspüren
alter (Schul-)Freunde (8%). Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass
je jünger die User sind, desto aktiver sind sie auf Social Media Seiten
im Internet.
Das virale Netz spielt bei der Verbreitung von
Social-Networking-Sites die größte Rolle: Bei acht von zehn Usern ist
Mundpropaganda dafür verantwortlich, dass man auf später besuchte
Social-Networking-Websites aufmerksam wurde (81%). 77 Prozent der
Befragten geben Freunde oder Bekannte und 15 Prozent Arbeitskollegen
als Impulsgeber Nr.1 an. Knapp jeder Vierte ist zufällig beim Surfen
(26%) und 11 Prozent sind durch gezieltes Suchen im Internet darauf
gestoßen. Auch der Wirkungsgrad von Social Media Plattformen in Bezug
auf Kaufentscheidungen ist enorm: So zeigt die Studie, dass rund ein
Drittel der Befragten Empfehlungen, die sie über soziale Netzwerke im
Internet erhalten, als ?sehr? (7%) oder ?eher wichtig? (25%) für ihre
spätere Kaufentscheidungen einstufen.
YouTube (gestützte
Bekanntheit: 83%), Facebook (70%) und MySpace (66%) gehören laut
Studienergebnis zu den drei mit Abstand bekanntesten Social Media
Plattformen unter Österreichs Usern, gefolgt von StudiVZ bzw. dessen
?Ableger? SchülerVZ und MeinVZ (48%). Die durchschnittliche Anzahl an
Kontakten pro Plattform liegt im privaten Bereich bei 62. Geschäftliche
Kontakte haben die Befragten durchschnittlich 11. Die Mehrzahl ihrer
Kontakte kennen die User auch privat, nur in etwa ein Viertel sind
reine Online-Kontakte.
Was die Veröffentlichung privater
Informationen auf Social-Networking-Websites (persönliche Daten, Fotos,
Videos, etc.) betrifft, hat jeder dritte befragte User starke Bedenken,
Persönliches auf Web 2.0-Sites zu posten (31%). Rund jeder Zweite ist
diesbezüglich zumindest etwas beunruhigt (54%). Insgesamt lässt sich
beobachten, dass User der Veröffentlichung privater Informationen im
Internet mit steigendem Alter zunehmend kritisch gegenüber stehen. Sind
es unter den 14- bis 19-Jährigen nur 16 Prozent, die sich Gedanken über
die Gefahren machen, so sind es in der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen
26 Prozent und in der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen 43 Prozent, die
solchen sozialen Netzwerken und Communities diesbezüglich misstrauen
(?Ich habe starke Bedenken?).