|
 |
 |
2007-11-22 15:38:43
Studie Online-PR 2007: Meinung wird im Web gemacht
Unternehmen in Deutschland begreifen das Internet als zentral für ihre Kommunikationsarbeit - dies zeigt eine aktuelle Studie der Berliner PR-Agentur "index" zum Thema Online-PR. Der Einsatz neuer Online PR-Tools wie Weblogs oder Podcasts wird sich in absehbarer Zeit nahezu verdoppeln. Als Informationsquelle und Ort der Meinungsbildung liegt das Internet in vielen Bereichen schon ganz vorne. Die gedruckte Kunden- oder Mitarbeiterzeitung verliert gegenüber ihren digitalen Alternativen an Bedeutung. Die Grundlagen langfristig orientierter PR-Arbeit jedoch gewinnen im Internet an Bedeutung: Gerade im dialogorientierten Internet muss nachhaltige Unternehmens-Kommunikation transparent und ehrlich sein - so das Fazit der Studie.
Die Hälfte der Befragten beurteilt reine Online-Medien als "sehr wichtig" oder "wichtig" für die eigene Kommunikationsarbeit. Im Umgang mit Weblogs ist dabei eine gewisse Unsicherheit zu beobachten, etwa bei der Frage, ob Blogger in Presseverteiler aufgenommen oder zu Pressekonferenzen eingeladen werden sollen. Viele Unternehmen verfolgen in Foren (57%), Weblogs (40%) und Newsgroups (38%) die Statements der User. Rund 60% werten Userstatements auch aus, um die Ergebnisse zur Produktverbesserung oder Unternehmenskommunikation zu nutzen. Es wird allerdings überwiegend darauf verzichtet, selbst Stellung zu beziehen: Nur etwa 24% der Beftragten tun dies in Foren und etwa 12% werden zu Themen ihres Unternehmens in fremden Weblogs aktiv.
Presseinformationen überwiegend digital Das Internet wird heute ganz selbstverständlich als Kanal für klassische PR-Instrumente genutzt. Ein Drittel der Teilnehmer nutzen beim Versenden von Pressemitteilungen sowohl den postalischen als auch den elektronischen Weg (32%), zwei Drittel versenden Presseinfos nur mehr per E-Mail (67%), der reine Postversand (1%) hat ausgedient. Auch bei Pressefotos hat sich die digitale Veröffentlichung durchgesetzt. Die Bereitstellung im Pressecorner der eigenen Webseite (73%), als E-Mail-Attachment (58%) oder auf CD (38%) werden heute bevorzugt. Pressemappen stellen in diesem Zusammenhang eine Ausnahme dar. Sie werden den Journalisten überwiegend gedruckt angeboten. Zwei Drittel der Befragten stellen ihre Pressemappen jedoch auch digital auf der Unternehmens-Website zur Verfügung (65%).
Kunden- und Mitarbeiter informieren Die Befragten sind sich einig: Digitale Formate erleichtern den regelmäßigen Dialog mit Kunden und Mitarbeitern. Ein Großteil der Umfrageteilnehmer informiert die Kunden via E-Mail-Newsletter (90%). Nur noch ein Drittel der Teilnehmer nutzt die gedruckte Kundenzeitschrift zur Information über Angebote, Produkte und Marktlage ihres Unternehmens (33%). Auch die Kommunikation innerhalb der Unternehmen vollzieht sich überwiegend via Intranet (73%) und internem E-Mail-Newsletter (61%), die gedruckte Mitarbeiterzeitung kommt nur noch bei fast jedem fünften Unternehmen zum Einsatz (19%).
Die "andere Seite", nämlich das Recherche-Verhalten von Journalsiten, hat unlängst eine andere Studie untersucht.
Seminar-Tipp: Seminar Online-PR
|
|
 |
 |
![]()
|