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2006-02-05 16:28:48
Studie zum Einsatz von Weblogs durch PR-Manager
Eine europaweite Umfrage zur Nutzung von Weblogs in Public Relations zeigt: Ein Drittel der
Kommunikationsverantwortlichen betreibt ein Weblog oder verfasst
regelmässig Blog-Beiträge. Von einem Viertel aller Befragten wird das
neue Medium jedoch vollständig ignoriert. Das ist das Ergebnis der
Studie EuroBlog 2006 (www.euroblog2006.org) der European Public
Relations Education and Research Association (Euprera). An der Umfrage,
die im November und Dezember 2005 online durchgeführt wurde,
beteiligten sich 587 PR-Fachleute aus 33 Ländern, darunter auch aus
Österreich.
Erkennbar ist laut der Studie derzeit einen klarer Unterschied zwischen
Enthusiasten, die Weblogs einen weitreichenden Nutzen zuschreiben, von
der Konkurrenzbeobachtung über das Monitoring von Branchentrends bis
hin zur direkten Kommunikation unter Umgehung von Journalisten, und
"Anti-Bloggern", die keine Vorteile für ihr Unternehmen oder ihre
Kunden erkennen können. Während 31 Prozent der Befragten angaben, dass
sie regelmässig für ein eigenes oder ein anderes Weblog schreiben,
erklärten 26 Prozent, dies nie zu tun. Nur vier Prozent gaben an, dass
sie bisher noch nie von Weblogs gehört hätten. Demnach hat sich ein
Viertel bewusst dafür entschieden, Weblogs nicht zu nutzen. Die
Verfechter von Weblogs kommen vor allem aus Österreich, Dänemark,
Grossbritannien und Deutschland.
42 Prozent der Kommunikationsmanager, die derzeit noch kein Blog
betreiben, beabsichtigen dies innerhalb der nächsten 12 Monate zu tun.
Allerdings gehen weitere 32 Prozent davon aus, dass sie kein Blog
starten werden. Von denjenigen, die nicht planen, Blogs als
PR-Instrument zu nutzen, begründete jeder Dritte dies damit, dass die
Vorteile nicht klar sind und weitere 22 Prozent gaben an, dass es an
Personalkapazitäten mangelt.
Die Nutzung von Weblogs wird derzeit vor allem dadurch beschränkt, dass
man nicht in der Lage ist, die Kommunikationsinhalte zu kontrollieren,
die Blogs in die Kommunikationsstrategie zu integrieren und geeignete
Inhalte zu entwickeln. Nicht die Technologie, sondern der Mangel an
Ideen und Konzepten behindere derzeit die Verbreitung von Weblogs in
der Unternehmenskommunikation, sagt ein Studienverantwortlicher.
PR-Verantwortliche und Agenturen müssten Anwendungsszenarien mit einem
klaren Beitrag zur Wertschöpfung entwickeln.
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