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2007-04-18 08:25:28
Neue Werbeformen in Österreich: Clicktipps
Gerade zurück von der SES New York und es gibt neue "Werbeformen" in Österreich. Nr.1: in der Post findet sich ein Werbefolder der Firma "Clicktipps", in der "Mehr clicks mit clicktipps. Das neue Medium zur gezielten Bewerbung Ihrer Website in Österreich" angekündigt wird. Sehr interessant...
Angeboten werden Inserate in einem österreichweiten Postwurf Namens "Clicktipps", Auflage 2,5 Mio. (selektiert auf Haushalte mit Internet-Nutzung - noch interessanter), zum Preis von 11.920 Euro für die 1/4 Seite oder 43.680 Euro für die 1/1 Seite... Und nur max. 24 Tipps pro Ausgabe! Es stellt sich nun wohl für viele Unternehmen die Frage, ob dies eine günstige und effiziente Werbemöglichkeit ist: wieviele "Clicks" sind von potenziellen Kunden zu erwarten? Und was kostet ein Click, der von einem Offline-Mediium wie "Clicktipps" kommt? Und was bringt ein "clicktipps-Click" in Form von Bestellungen, Anfragen, Buchungen? Nachvollziehbar wäre das, wenn der Werbekunde dort seine URL im Inserat mit einer Tracking-URL platziert, also zb www.musterfirma.at/clicktipps und dafür eine spezielle Landingpage einrichtet und über ein Tracking-Tool die eingehenden Clicks misst. Oder man verwendet eine eigene Promotion-URL, die dann auf die eigentliche Website weiterleitet. Auch via Analytics-Software und Link-Tagging messbar. Dazu findet sich aber leider (noch) kein "Tipp" in den Clicktipps-Verkaufsunterlagen oder auf clicktipps.at - Website. Prognosen darüber, wieviele der Postwurf-Empfänger auch dann die URL der werbenden Firma im Browser eintippseln würden, liegen im Bereich der Spekulation, die ich hier nicht anstellen möchte... Ein positiver Branding-Effekt im Sinne von Marken-Bekanntheit könnte aber wohl durchaus mit einer Clicktipps-Anzeige hervorgerufen werden.
Auch ein "Preisvergleich" mit anderen Werbeformen könnte weiterhelfen: würde man rund 40.000 Euro in Google AdWords-Werbung investieren und professionell schalten, könnte man damit ca. 200.000 Clicks generieren. Und das von Interessenten, die gerade nach dem beworbenen Produkt oder Service suchen. Und so als Werber ziemlich sicher Verkäufe, Anfragen und Umsätze generieren.
Um eine Website gezielt zu bewerben stellt sich - so wie auch im klassischen Marketing - die Frage, welche Online- und Offline-Werbeformen- und - Kanäle dafür optimal sind. Dies ist in erster Linie vom Marketingziel abhängig: geht es um Image- oder Marken-Aufbau, um mehr Traffic auf der Website oder um Anfragen, Bestellungen, Buchungen etc? Machen TV-Spots Sinn? Oder Print-Anzeigen? eMail-Marketing oder Banner-Werbung? Plakatwerbung oder Postwurf? Oder etwa Affiliate-Marketing?
Neues in Österreich, Nr.2: Die "Österreich"-Zeitung zahlt jetzt jedem neuen Abonnenten 50 Euro in "bar bzw. cash aufs Konto" (sic!). Abgesehen vom absurden verbal-Mix der propagierten Auszahlung, treibt diese Art der Abo-Promotion nun die absurdesten Blüten. Naja, wenn die ÖAK keine "Verkaufsauflagen" mehr für das "Österreich" liefert, muss die Mediaanalyse mit allen Abo-Verkaufs-Tricks bemüht bzw. beeinflusst werden. Genial gemacht, ebenso wie die Plastik-Satelliten bei den Sonntags-Zeitungstaschen von "Österreich". Man kann da gespannt sein, was die Fellners noch im Marketing-Köcher haben, um ihre Tageszeitung zu pushen... Und wenn nun die Eurofighter tatsächlich abbbestellt werden, haben sie wohl gewonnen...
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