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Internet-TV mit YouTube - Google vermarktet MySpace(5.9.2006) YouTube.com ist das beliebteste Internet-Video-Portal der Welt. Täglich werden 65.000 neue Videos von Usern hochgeladen, rund 100 Millionen Video-Clips werden pro Tag angesehen. Nun geht YouTube noch einen Schritt weiter und will den Abstand zwischen Internet und Fernsehen weiter verkleinern. Seit kurzem gibt es auf YouTube auch eigene Video-Channels. Zu den von den Nutzern eingestellten Videos kann man jetzt gegen Bezahlung Senderchef über den eigenen Internet-TV-Kanal werden. Paris Hilton zeigt der Branche auf ihrem eigenen YouTube-Kanal wo es langgeht: Dem Video ihrer ersten Single "Stars are blind" stellt sie eine eigene Videobotschaft voran, auf der sie dazu einlädt, sie als Sängerin zu begutachten und ihr auch beim Partytreiben zuzuschauen. Und hat innerhalb kurzer Zeit schon 5000 Abonnenten für Ihre Internet-TV-Show. Spannend wird, welches Medienunternehmen bei den YouTube-Gründern Chad Hurley und Steve Chen einsteigen wird. Der Wert ihrer Firma wird auf 600 Millionen bis zwei Milliarden Dollar geschätzt.
MySpace und Google Die Networking-Plattform MySpace wurde ja 2005 von Rupert Murdoch gekauft. Murdoch hat als einer der ersten begriffen, daß in keinem anderen Medium – von der Zeitung übers Fernsehen bis zu klassischen Internetseiten – eine so kundenorientierte Werbung möglich ist wie bei interaktiven Plattformen. Denn wer seine Vorlieben preisgibt – bis hin zur Frage, ob er lieber Pepsi oder Coke trinkt –, kann mit absolut zielgenauer Werbung versorgt werden. Streuverluste gibt es da kaum noch. Murdoch weiß auch: Wer der Werbewirtschaft ein derart effektives Forum bieten kann, darf dafür viel Geld erwarten. Ein Riesenmarkt: Zwölf Milliarden Dollar flossen allein im vergangenen Jahr in den USA in Online-Werbung, bis 2010 sollen es weltweit 52 Milliarden Dollar sein. Und die Zielgruppe ist jung: Nach einer aktuellen Studie aus Großbritannien nutzen 70 Prozent der 14- bis 21-jährigen im Internet interaktive Networking-Plattformen wie MySpace. Seit 8. August 2006 schweigen auch die letzten Zweifler an Murdochs MySpace-Deal: denn da gaben Murdoch und Google ihre Werbepartnerschaft bekannt, in der Google für MySpace und 50 weitere Internet-Seiten Murdochs von 2007 bis Mitte 2010 die Online-Werbung vermarktet und diesem dafür Einnahmen in Höhe von 900 Millionen Dollar garantiert. Und daß der MySpace-Boom enden könnte, ist so schnell nicht zu erwarten.
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